Der Corona-Thread

  • Hallo,


    ich eröffne einfach mal diesen Thread, in dem Ihr euren Gedanken zur aktuellen Krise einfach mal freien Lauf lassen könnt. Sorgen, Nöte, Ängste aber gerne auch Hoffnungen und Ausblicke.


    Anfangen tue ich mal mit einem sehr informativen Video zur aktuellen Lage:


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    Gruß,

    Stefan

  • Ja, das Mailab-Video finde ich auch ganz gut. Gute Infos bekommt man auch hier

    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

    Auch Kekule und Doc Esser haben gute Podcasts.

    Ich finde die Maßnahmen in Deutschland schon extrem. Vor allem, da es keine vernünftigen Statistiken gibt. Vor allem repräsentative Antikörpertests müssten gemacht werden, um zu checken, ob eine Durchseuchung schon begonnen hat. Und ob flatten the curve Sinn ergibt oder unbedingt versucht werden muss, wieder zu Phase 1 zurück zu kommen.

    Ganz wichtig wäre, endlich die alten Menschen zu schützen. Eine gute Freundin von mir arbeitet im Altenheim und was ich da höre, macht mir Angst. Das schwedische Modell gefällt mir. Aber trotz allem finde ich es gut, in Deutschland zu wohnen. Wenn ich sehe, was in Italien, Spanien, USA usw. passiert...

  • Gerade deswegen sind die Maßnamen wichtig und richtig, damit es noch so explodiert wie in den anderen Ländern. Entsprechende Tests sind auch wichtig, einige gibt es bereits auf dem Markt, diese sind jedoch ungenau. Die vorhandenen Tests basieren auf Grundlage der bisherigen bekannten Corona Viren. Der Covid 19 Virus ist jedoch eine ganz neue Form von Corona Virus. Das Problem bei den vorhandenen Tests ist, dass dies lediglich erweiterte Tests der bisherigen Corona Viren sind. Hier kommt es bei den Tests dann zu Kreuzverbindungen zu den alt bekannten Corona Viren. Dieser Umstand macht die Tests im Moment noch extrem ungenau und im Grunde eigentlich unbrauchbar. Die Forscher arbeiten natürlich mit Hochdruck daran die Tests so umzugestallten, dass diese genauer werden und die Testergebnisse brauchbar werden. Selbst wenn ein Test dann soweit erstellt wurde, der sehr genau ist, müssen die Tests dann erst in sehr großen Mengen produziert werden, was für die Industrie schon eine Herausforderung ist, alleine schon deswegen, weil es auch an den Grundstoffen, die man benötigt um solche Tests herzustellen, schlichtweg im Moment weltweit mangelt. Gerade gestern Abend gab es zu diesem Punkt eine rechts ausführliche Erklärung von Virologen im Fernsehen. Also auf die Schnelle mal ganz Deutschland zu testen, wird schlichtweg nicht möglich sein. Selbst wenn man die Tests schon hätte, braucht man auch ausgebildetes Personal, dass die Tests auswerten kann. Hier mangelt es ebenfalls am Personal als auch Technik. Beides bekommt man auch nicht auf die Schnelle. Das besonders Gefährliche an dem Virus ist die Mutation. Trotz der vielen Forschungen weltweit im Moment, kann kein Wissenschaftler ausschließen, dass der Virus nicht mutiert. Genauso wie aktuell kein Wissenschaftlicher sicher ausschließen kan, dass man nicht nochmal an Corona erkranken kann, wenn man es schon hatte und Antikörper im Blut hat. Aktuell gehen die Wissenschaftler davon aus, dass wie bei den bisher bekannten Corona Viren, die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass man nochmals an dem Virus erkranken kann. Da der Virus aber sehr neu ist und es an entsprechende Studien fehlt, kann man eine Neuererkrankung nicht völlig ausschließen. Man hört ja ständig Stimmen die sagen man sollte alle Bürger in Deutschland testen. Bei über 80 Millionen Einwohner, eine Herkulesaufgabe, die man auf die Schnelle nicht bewerkstelligen kann. Der Impfstoff ist das nächste große Thema. Auch hier wird fleißig geforscht, welche Zusammensetzung bzw. Art von Wirkstoffen man benötigt. Nun gibt es Impfstoffe die kann man relativ zügig industriell herstellen, dann gibt es Arten von Impfstoffen die in Eier gezüchtet werden müssen, da geht eine schnelle Herstellung in großen Mengen nicht. Welche Art von Impfstoff letztlich gegen den Corona Virus benötigt wird, wird die Forschung zeigen. Auch wirtschaftlich steht Deutschland vor einer sehr großen Herausforderung. Man hört ständig Stimmen die sagen, man müsste sofort die Geschäfte wieder öffnen oder Bücher sind auch Lebensmittel. Selbst wenn es jetzt Lockerungen gäbe, würde das nicht besonders viel am Verhalten der Leute ändern. Die Leute sind sehr verängstig und nach Beendigung der Einschränkungen wird der normale Geschäftsbetrieb nicht einfach so weiterlaufen, wie er vor Corona abrupt beendet wurde. Selbst in den 2 Bundesländern wo z.B. noch Buchhandlungen geöffnet haben dürfen, haben diese mit starken Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. Es ist schon sehr lange bekannt, dass Menschen in Krisenzeiten ihren Konsum auf das Lebensnotwendigste beschränken. Die großen wirtschaftlichen Probleme werden auch erst nach den Einschränkungen kommen, da wird so manches Unternehmen in die Insolvenz gehen müssen. Leider werden da sicher auch einige Buchhandlungen mit dazugehören. Es ist für mich schon sehr erschreckend, wenn ich lesen muss, dass bei nicht wenigen Buchhandlungen die Rücklagen vom Weihnachtsgeschäft schon Ende Januar, Anfang Februar aufgebraucht waren. Da muss man ehrlich sagen, dass diese Geschäfte schon vor der aktuellen Corona Krise finanziell mehr tot als lebendig waren. Ich vermute auch, dass w+h den einen oder anden Kunden verlieren wird.

  • Aktuell werden repräsentative Bluttests in Heinsberg und München gemacht. Ende der Woche gibt es wohl erste Ergebnisse, wie viele Leute schon Antikörper haben.

    Korrekt, das sind die klassischen Labortests und die nicht von mir genannten Tests ( im Netz werden diese häufig Schnelltests genannt ). Das ist der Unterschied. Die klassischen Labortests sind sehr genau, aber auch Zeit- und Personalintensiv. Ein Ergebnis liegt frühestens nach 24 Stunden bzw. nach maximal 48 Stunden vor. Die ganze Zeit waren es um die 90 zugelassene Labore, die diese Tests auswerten können, inzwischen sind es knapp 170 Labore bundesweit die die Zulassung haben. Diese arbeiten um 3 Schicht Betrieb rund um die Uhr absolut an ihren personellen und materiellen Limit. Vor allem das Material ist problematisch, da die Versorgung mit eben diesem im Moment eher schlecht ist, weil der Weltmarkt nicht mehr hergibt. Jedes Land braucht die Grundstoffe eben im Moment in rauen Mengen. Deswegen arbeiten die Wissenschaftler an zuverlässige Schnelltests. Schnelltests für andere Corona Viren gibt es ja schon länger, problematisch sind hier die Kreuzverbindungen, die die Ergebnisse teils massiv verfälschen. Die Wissenschaftler versuchen durch Anpassung der vorhandenen Schnelltests diese Kreuzverbindungen zu maskieren. Aber selbst für Schnelltests mangelt es an den Grundstoffen auf dem Weltmarkt. Die Situation ist so einfach gar nicht aufzulösen, zumindest nicht in der kurzen Zeit, wie es viele gerne hätten. Aktuell schaffen die Labore am Tag rund 100000 Tests, wobei die 100000 nicht mit der gleichen Anzahl Personen gleichzusetzen ist, da die Tests pro Person teils 2-fach bzw. teilweise sogar 3-fach gemacht werden müssen. Man kann es sich selbst recht leicht ausrechnen, wie lange es dauern würde bis alle Einwohner in Deutschland durchgestet wären ( was ja so mancher - auch Politiker - fordert ). Bei rund 82,7 Millionen Einwohner und 1 Test pro EW und der Grundlage von maximal 100000 Test/Tag würde die Aktion rund 827 Tage dauern. Da bei einigen 2 Tests notwendig sind und man daher einen Faktor von 1,5 ausgeht, dann sogar 1240 Tage oder in Jahren ausgedrückt 2,2 Jahre bzw. rund 3,4 Jahre. Wenn man noch mehr Labore ans Netz bekommt, dann reduziert sich die Zeit entsprechend, wobei man nicht alle Labore ans Netz nehmen kann, denn es gibt auch noch eine Menge andere Analysen zu machen. Man kann gar nicht alle akkredierten Labore ans Corona Netz nehmen zumal viele Labore auch darauf nicht spezialisiert sind und ihnen daher das notwendige Equipment sowie auf erfahrenes geschultes Personal fehlt. Daher sind zuverlässige Schnelltests dringend von Nöten um die Anzahl der Tests erhöhen zu können und die Testzeit reduzieren zu können. Aber selbst wenn man die Schnelltests in ausreichender Menge vorhanden sind unter 1 Jahr dürfte da nichts gehen, bis flächendeckend ( damit meine ich nicht alle EW Deutschlands ) getestet sind.

    Oft wird Deutschland mit Südkorea verglichen. Das kann man nicht vergleichen. Sehr viele Epidemien finden ihren Start im asiatischen Raum. Das hat die unterschiedlichsten Gründe. Auf Grund dieser Tatsache sind z.B. die Labore in Südkorea oder auch in China ganz anders ausgerüstet mit Material als auch Personal. Ferner gibt es in diesen Ländern zusätzlich noch eine sehr große Bevorratung an den notwendigen Grundstoffen. Beides gibt es in Deutschland bzw. Europa generell in dieser Form bisher nicht. In der aktuelle Corona Situation rächt sich dieser Mangel jetzt in Deutschland bitterlich. Südkorea ist bezüglich den Laboren also um einiges besser aufgestellt, als Deutschland. Hinzu kommt noch der Umstand, dass Südkorea rund 30 Millionen weniger EW hat, als Deutschland. Noch ein wichtiger Aspekt sind die rechtlichen Voraussetzungen. Hier in Deutschland mit seinem Föderalismus und seinem Gesetzen bewegt ja nicht viel bzw. es dauert lange bis mal reagiert wird und wenn reagiert wird läuft es in den jeweiligen Bundesländern unterschiedlich. Dann gibt es noch die Lobbyisten und den Klageweg. Das gibt es so in Südkorea auch nicht. Der Regierung in Südkorea interessiert in der Corona Krise die Meinung der Berufsverbände nicht die Bohne, ferner sind Teile des geltenden Rechts außer Kraft bzw. eingeschränkt. Dies alles wäre in Deutschland mit unseren Rechtssystem gar nicht möglich. Im Fall der Corona Krise hat dies jedoch durchaus seine Vorteile für Südkorea.

    Ich bin ja von Haus aus eigentlich kein gelernter Buchhändler, ich habe 3 andere abgeschlossenen Ausbildungen, u.a. auch eine Laborausbildung. Ich stehe mit einigen Kolleginen und Kollegen im Labor in Verbindung die täglich ihr Bestes im Kampf gegen Corona geben und auch Überstunden machen ohne Ende. Denen möchte ich auch mal ein großes Danke und Lob aussprechen. Die laufen jetzt schon seit Wochen im roten Drehzahlbereich.

  • Ein sehr umfangreiches und komplexes Thema. Vieles was die Wissenschaftler jetzt schreiben, wird man später - in ein paar Jahren - wieder teilweise korrigieren müssen. Das ist aber bei solchen Epidemien bzw. Pandemien absolut nichts ungewöhnliches. So hat man vor ein paar Jahren erste verschiedene Punkte bei der Spanischen Grippe korrigiert und das rund 100 Jahre nachdem diese seinerzeit ausgebrochen war. Aktuell gibt es bei der Corona Pandemie im Grunde nur Annahmen, nur sehr wenig ist in Studien bestätigt und das was bestätigt ist ist auch nicht 100% gesichert, sehr vieles kann man sowieso erst in Langzeitstudien erkennen, also erst in der Zukunft. Aktuell gibt es eben kein Richtig und kein Falsch.

  • Ein sehr schöner Beitrag des Ankerherz-Verlages auf deren Facebook-Seite, der mir aus dem Herzen spricht:


  • Man kann sich eigentlich nur an den Kopf greifen, wenn man das liest:


    Zitat

    Neustadt am Rennsteig: Corona-Party vor Ende der Quarantäne

    Schon die Ankündigung über das Ende der Quarantänezeit war offenbar für einige Bürger von Neustadt (Ilm-Kreis) derart erfreulich, dass sie sich prompt am Sonntagabend zu einer "Corona-Party" zusammenfanden, obwohl die Quarantäne noch bestand. Auch ein Infizierter feierte mit. Die Polizei musste eingreifen und einige Anzeigen aufnehmen.

    Quelle: https://www.insuedthueringen.d…rantaene;art83439,7204566

  • Einen lesenswerten Artikel mit dem Titel "Fake News zur Pandemie: Die gefährliche Macht der Corona-Mythen" gibt es heute auf der Tagesschau-Seite.


    Ich finde es wirklich erschreckend mit welcher Geschwindigkeit sich solche falschen Nachrichten verbreiten und wie anfällig die Menschen dafür doch offenbar sind. Frage mich immer, woran das eigenlich liegt. Mangelnde Bildung? Mangelnde Perspektiven? Angst? Die falschen Bekannte & "Freunde"? Manchen scheinen nur noch in Blasen von Falschmeldungen zu leben, verbreiten diese dann auch noch weiter und hinterfragen überhaupt nichts mehr. Sie glauben aber alles, was ihnen auf Youtube & Co. aus mehr als ominösen Quellen vorgespielt wird. Offizielle Quellen (Faktenchecks) hingegen werden einfach diffamiert. Echt traurig.


    Gruß,

    Stefan

  • Ich muss mir mal etwas von der Seele schreiben, was ich derzeit nicht verstehe und was mich doch beschäftigt.


    Vor einer Woche bekam ich eine Anfrage, ob ich eine Wohnung eines Coronaverstorbenen auflösen könnte, innerhalb weniger Tage. Bei uns kam dann die Frage auf, nach der Lebensdauer der Viren in der Wohnung. Ich meine, wir desinfizieren uns alle zu tode, aber so eine Wohnung kann einfach so geräumt werden? Das Telefonat mit dem Gesundheitsamt war erschütternd informationslos. Ich solle einfach alle Gegenstände die ich anfassen desinfizieren. Sehr viel Weltfremder geht es nicht. Die Frage, wie lange ein Virus auf Oberflächen überlebt konnte mir das Gesundheitsamt nicht erklären. Er schlug aber noch vor, ich solle Handschuhe und einen Mund- Nasenschutz tragen. Das Gespräch war eine Realsatiere.


    Auf der Seite vom Robert Koch Institut wurde ich dann fündig. Bis zu 7 Tagen und unter Laborbedingungen, also wenn man zweimal am Tag mit dem Virus Gassi geht und ihm ein gutes Buch vorliest, soll es sogar 28 Tage überlebt haben. Realer ist aber 2 bis 7 Minuten.... Auch da nichts wirklich Genaues. Also, den Auftrag abgelehnt, weil man ja keinen im eigenen Umfeld anstecken möchte.


    Aber die Einschläge kamen dichter. Bei meiner besten Freudin hat die festangestellte Putzfrau Corona. Das Gesundheitsamt hat wie bei allen Fällen reagiert, die ich bisher kenne, tatsächlich gar nicht. Weder hat das Gesundheitsamt mit dem Arbeitgeber Kontakt aufgenommen, noch wurde jemand getestet. Heute ruft die Putzfrau an, daß sie Montag wieder arbeiten würde, weil sie kein Corona mehr hätte. Negativer Coronatest? Fehlanzeige. Ich bin derart Fassungslos, wie wenig bei uns gemacht wird.


    Nach der neuen Verordnung müssten wir nur in Selbstisolation, wenn wir Symptome haben. Und Entschädigungen gibt es erst, wenn der Test meiner Freunde Positiv ist. Und da geht es echt schon um Geld.


    Mittlerweile rechne ich quasi täglich damit, daß irgendwann hier auch mal jemand vom Gesundheitsamt auftauchen könnte und, daß möglicherweise so eine Quarantäne auf mich zu kommt. Sehe ich eigentlich gelassen, wenn da nicht wieder die Frage nach dem Virus und den Oberflächen wäre.


    Was meint ihr, dürfen wir weiter Versand rausjagen? Die Oberflächendiskussion besteht ja auch weiterhin.


    Und weiter geht es in meinem echt schrägen Umfeld. Eigentlich ist in den Instädten und Fugängerzonen Maskenpflicht angesagt. Nicht so bei uns. Bei uns findet sogar eine Demo in der Fußgängerzone stadt, gegen die Coronverordnungen, weitgehend ohne Maske und die Polizei schaut zu. Und ein einzelner Mann steht dort und weist auf die Prekäre Lage im Krankenhaus hin. Ich habe ihn gefragt, ob ich das Bild veröffentlichen darf und er hat zugestimmt.


    Ich will keine Diskussion über Sinn und Unsinn beginnen. Ich bin weder eine Virologin noch bin ich eine Juristin. Ich halte mich an alle Regeln, aber so wie das bei uns läuft, kann das nicht deren Ernst sein. Bei uns scheint eine Nachverfolgung nicht stattzufinden und auch die Lokalzeitung bekleckert sich nicht grade mit Ruhm.


    Wenn das Andernorts genau so läuft, dann würde ich das sehr traurig finden. Wir bleiben ratlos zurück.

  • Die Corona Warn App hat bei mir heute morgen auch Alam geschlagen. Ich war mit jemanden in Kontakt, der positiv getestet wurde. Ein Corona Test wird bei mir nicht gemacht, da ich noch keine Symptome habe. Morgen habe ich wieder Termin in Pflegeheime. Nun finde den Fehler. Das Gesundheitsamt juckt das nicht, solange keine Symptome vorhanden sind. Ohne Symptome kein Test und den Routine Test den inzwischen Mitarbeiter in den Heimen machen müssen, bekomme ich nicht, da ich dort nicht angestellt bin. Das Amtsgericht juckt das auch nicht, solange vom Gesundheitsamt keine Quarantäne angeordnet wird. Im Nachbarlandkreis würde mein Fall wieder anders behandelt werden.

  • Die Corona Warn App hat bei mir heute morgen auch Alam geschlagen. Ich war mit jemanden in Kontakt, der positiv getestet wurde.

    Hmm, ist da nicht auch Eigenverantwortung gefragt, wenn man schon die App nutzt? Ich würde jedenfalls derzeit nicht in Pflegeheime gehen, selbst wenn ich dadurch ein gutes Geschäft verpasse.


    Ich muss diese Woche nochmals in die Schweiz und selbst dabei habe ich Bauchschmerzen. Aber die bestehen darauf, so ist das eben. Ein gutes Gefühl habe ich nicht dabei und das wird wohl auch die letzte Abholung in diesen Jahr.

  • Hmm, ist da nicht auch Eigenverantwortung gefragt, wenn man schon die App nutzt? Ich würde jedenfalls derzeit nicht in Pflegeheime gehen, selbst wenn ich dadurch ein gutes Geschäft verpasse.

    Von Geschäfts kann da keine Rede sein, es handelte sich um eine gerichtliche Anhörung. Da kann man nur aus driftigen Grund fern bleiben, bei Quarantäne z.B. Ansonsten habe ich natürlich die Kontakte zu meinen Klienten auf ein absolutes Mindestmaß heruntergefahren. Komplett auf Null setzen, darf ich jedoch nicht.

  • Nach einer Woche Coronopause kam die Mitarbeiterin mit einem Wisch vom Amt bei meiner Freundin wieder an, und durfte laut Amt wieder arbeiten. Negativer Coronatest? Ach woher.... Telefonat mit dem Amt, und alles war wieder gut. Sie hatte Null Symthome nach eigener Aussage. Das reicht dann wohl. Zumindest muss sie jetzt die ganze Zeit Mundschutz tragen. Bei einem negativen Test wäre mich aber echt wohler. Muss sie aber nicht machen.


    Ich verliere so ganz langsam den Glauben an die Handlungsfähigkeiten einiger Behörden.

  • Die meisten Behörden und Ämter sind völlig überlastet und ohne wirklich einheitliche Richtlinien größtenteils auf sich gestellt. Da kann das durchaus drunter und drüber gehen. Der Fokus liegt hier auch eher bei den medizinischen und öffentlichen Einrichtungen. Ein naher Verwandter (Rektor) telefoniert quasi täglich, meist mehrfach, mit dem Gesundheitsamt. Die Überlastung ist an allen Stellen zu merken. Da fallen andere Sachen leicht unter den Tisch. Macht es zwar für die Betroffenen nicht besser, aber meines Erachtens sehr verständlich.

  • Macht es zwar für die Betroffenen nicht besser, aber meines Erachtens sehr verständlich.

    Sorry, Oliver, aber das sehe ich mal so ganz anders. Wenn der Arbeitgeber nicht über die Cornaerkrankung seiner Mitarbeiter informiert wird, dann kann man sich den Rest der Kontaktverfolgung auch schenken. Meine Freundin hat sehr viele Kontakte in Ihrem Laden und fasst auch Ware mit den Händen an, was gar nicht anders geht. Sollte sie sich bei der Putzfrau anstecken, die immer täglich ca. 3 Stunden putzt, dann haben wir einen ganz klassischen Supersprayer. Der Weg in die Pflegeheime wäre dann auch überwunden, weil da auch Ware hingeht.


    Unser Gesundheitsamt ist ein Witz. Ich habe zweimal mit denen zu tun gehabt, und wirklich nur Unsinn gesagt bekommen.


    Mag sein, daß die mit Schulen besser umgehen, aber mir ist kein einziger Einzelhändler im Landkreis bekannt, der wegen Corona schließen musste. Ein guter Freund meinte: "Die haben viel zu viel Schiss vor den Entschädigungszahlungen. " Das sehe ich mittlerweile auch so. Oder glaubt irgendjemand, daß es die Einzelhändler nicht erwischt? Und wir haben überwiegend Inhabergeführte Geschäfte.

  • Nochmal ein kleiner Nachtrag:


    Heute habe ich von einem Coronafall mitbekommen, wo der Betroffene seinen Arbeitskollegen nicht angegeben hat, mit dem er den halben zusammen im Auto sitzt. Die Angaben der Kontaktpersonen ist freiwillig. Bitte, was ist das denn für ein Schwachsinn? Wenn das so läuft, dann hilft auch kein nächster Lock Down.


    Ich habe also unserem Gesundheitsamt zur Hälfte Unrecht getan, weil sie nicht nachverfolgen können, wenn sie nicht informiert werden. Aber es bleibt dabei, es wurde wegen Krankeitsbedingungen bei uns noch nicht eine Firma dicht gemacht wegen Corona. Auf jeden Fall kein einziger Einzelhändler.