Beiträge von Buchhesse

    Hallo zusammen,


    ich erhalte immer wieder E-mails von Kunden, die in ordercontrol folgende Infos sehen:


    "Ihre Bestellung wurde übermittelt und befindet sich in der Verarbeitung" (Anmerkung: Die Bestellung ist vom 5.1. und das Buch wurde natürlich längst versendet).


    Oder


    "Ihre Bestellung ist auf dem Weg zu Ihnen." (Anmerkung: Die Bestellung ist vom 6.1. und auch versendet).


    Warum manchmal diese, manchmal jene Formulierung? Die 2. Formulierung ist natürlich viel besser und treffender. Bei der ersten denkt der Kunde, wir haben noch nicht versendet.

    Echt? Wie machst Du das dann steuerlich? Die Rechnungen werden von amazon gestellt? Der Kunde erhält dann bei der Lieferung keine Rechnung? Die Nicht-Amazon-Rechnungen werden aussortiert und ann die Rechnungen mitgesendet? Was machst Du mit den amazon-Rechnungen in steuerlicher Hinsicht, die in wh-book erstellt worden sind? Es existieren dann für einen Vorgang ja 2 Rechnungen, eine von wh-book, eine von amazon die dann wohl per Mail an den Kunden geht? Wie läuft das mit Sendungen ins Ausland? Erstellt Amazon dann Rechnungen mit entsprechenden MwSt-Sätzen? Welche Vorteile hat diese Geschichte für Dich, abgesehen davon, dass dann die ensprechenden Werbemails für diesen Service hoffentlich unterbleiben? Ich würde mich wirklich freuen, wenn Du mal was zu der Thematik schfreiben würdest.

    E-mail von amazon:


    "

    Guten Tag!



    Wir möchten Sie dabei unterstützen, Kunden bei Amazon ein hervorragendes Einkaufserlebnis zu bieten. Geben Sie für Artikel, die Sie über unseren Versandkanal für Verkäufer direkt an Kunden versenden, den Namen des Transportunternehmens, den Lieferservice/die Versandart und die Sendungsverfolgungsnummer an, soweit möglich. Dies sorgt nicht nur für eine verbesserte Kundenerfahrung, sondern trägt auch dazu bei, Ihre Kennzahlen zur Verkäuferleistung zu schützen. Die Angabe einer Sendungsverfolgungsnummer trägt dazu bei, die Rate an Bestellmängeln zu reduzieren und wird bei allen relevanten A-bis-Z-Garantieanträgen berücksichtigt.



    Darüber hinaus ist es wichtig, den richtigen Namen des Transportunternehmens und den richtigen Lieferservice anzugeben, damit Kunden auf die Sendungsverfolgungsdaten zugreifen können und kein negatives Feedback hinterlassen.


    Weitere Informationen zur Sendungsverfolgungsnummer finden Sie hier:


    https://sellercentral-europe.amazon.com/gp/help/202068180



    Was bedeutet die neue Anforderung?


    Derzeit ist die Eingabe des Lieferservice während der Versandbestätigung optional. Die Eingabe des Namens des Transportunternehmens ist bei Verwendung von Bulk-Feeds oder Integrationsdienstleistern für die Versandbestätigung optional.



    Ab dem 2. Februar 2021 müssen Sie bei der Versandbestätigung für vom Verkäufer versendete Bestellungen den Namen des Transportunternehmens und den Lieferservice angeben. Ohne diese Informationen können Sie Ihre Bestellung nicht versenden. Verzögerungen bei der Versandbestätigung von Bestellungen können dazu führen, dass die Rate verspäteter Lieferungen steigt, was zum vorübergehenden Entzug der Verkaufsberechtigung führen kann (weitere Informationen finden Sie hier: https://sellercentral-europe.amazon.com/gp/help/200285190)



    Außerdem storniert Amazon Bestellungen automatisch, wenn seit dem voraussichtlichen Datum der Versandverfügbarkeit 7 Tage vergangen sind und Sie den Versand noch nicht bestätigt haben (weitere Informationen finden Sie hier: https://sellercentral-europe.amazon.com/gp/help/G201722390)



    Weitere Informationen finden Sie auf unserer Hilfeseite mit den Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Sendungsverfolgung:


    https://sellercentral-europe.amazon.com/gp/help/G202068180



    Falls Sie Fragen haben oder Feedback geben möchten, nutzen Sie bitte diesen Link: https://amazoneu.au1.qualtrics…_bayGdRqkxF6XzYV&Q_CHL=gl



    Freundliche Grüße


    Amazon Services Europe "

    Die Geschäftsmodelle unterscheiden sich halt doch sehr stark. Wir bekommen Remittenden von einigen Verlagen direkt und oft auch sehr früh. Im stationären MA ist es eigentlich Usus, dass der alte VK auf den Preisetiketten sichtbar ist. Kann mich auch nicht erinnern, das mal anders gesehen zu haben. Auf den Verkaufsplattformen braucht man sowas nicht. Da schauen die Leute ja nur auf die Preise der anderen Händler. Wenn man diesen Shop auch als Schaufenster für den Laden betrachtet, sieht das etwas anders aus. Unsere Kunden sind diese Etikettierung gewohnt. Preisbindungsrechtlich ist es übrigens unproblematisch. Wir machen das seit 35 Jahren und hatten nie Probleme deswegen.

    Es ist immer eime Frage, ob man das im Laden macht oder online. Keiner wird im Laden kontrollieren, ob die alten VK-Preise stimmen. Online hat man das mit ein paar Klicks kontrolliert und könnte ne Abmahnung senden. Deswegen muss die Datenbasis stimmen. Vielleicht denke ich auch zu ängstlich, wollte es aber ansprechen.

    Mediafinanz mache ich nicht mehr. Im besten Fall zahlt der Kunde an Mediafinanz inklusive hoher Inkassogebühren und du bekommst den Original Betrag abzgl. Mehrwertsteuer. Passiert in 10 Prozent der Fälle. 20 Prozent melden sich bei dir und nerven dich, dass sie direkt an dich zahlen möchten ohne Inkassogebühren, was aber nicht mehr geht. Der Großteil meldet sich gar nicht. Und 10 Prozent machen richtig Ärger. Drohungen. Beschimpfungen. Klageandrohungen. Unsinnige Nachfragen. Letztendlich lohnt sich der Ärger nicht. Wenn Du nicht nachweisen kannst, dass der Kunde die Ware bekommen hat, kann er dich verklagen. Du hast ja seine Daten unrechtmäßig an ein Inkassounternehmen gegeben. Diesen Nachweis kannst du nicht führen. Ich sende 3 Mahnungen per Email. Dann einmal per Brief. Und dannach gebe ich auf. 0,5 Prozent der Verkäufe muss ich somit abschreiben. Wichtig ist, dass man Mehrfachbetrügern schnell das Handwerk legt. Ich drohe immer mit Warenbetrugsanzeige bei der Polizei. Natürlich vorsichtig formuliert.

    Ich habe schon manchmal Reklamationen bei Amazonkunden, die ein neues Buch erwarten. Aber ziemlich selten. Die Gegenüberstellung von Neu- und Gebrauchtpreisen halte ich für überflüssig. Der Kunde zahlt den Preis, der da steht Falls das Buch noch neu lieferbar ist, sieht er das bei Amazon direkt. Viele Bücher biete ich teurer an als neu. Warum nicht? Eine Gegenüberstellung halte ich auch rechtlich nicht für ungefährlich. Die Abmahner lassen grüßen. Aber wer recht aktuelle Remittenden- oder Mängelexemplare handelt, kann das durchaus anders sehen.

    Ich würde keine Rechnung zumailen. E.Mailanhänge wollen viele Leute auch nicht öffnen, was ich auch verstehe. Ich wäre dafür eine normale E-Mail mit den Bestell- und Kontodaten zuzusenden, im Grunde das, was der Kunde nach 2 Klicks auf Ordercontrol sieht.

    Werde ich gern machen. Von meinen ganzen Bestellungen vom Wochenende, die Banküberweisung gewählt haben, hat nicht einer sofort bezahlt. Bei über 100 Euro-Bestellungen schreibe ich die Kunden an, daß ich die Ware nur gegen Vorkasse versende. Keine Reaktion.


    Man kann ja über Amazon schimpfen wie man will, aber meine Ausfälle sind da im Verhältnis gesehen am geringsten. Die Profi-Geldzurückforderer gibt es dort zwar auch, aber die drei oder vier im Jahr sind zu vernachlässigen.


    Ich bin ja echt nur eine ganz kleine Händlerin, aber über 300 Euro Außenstände bei ZVAB/Abe finde ich schon krass. Man darf ja nicht vergessen, daß ich noch nicht so lange dabei bin. Irgendetwas läuft da bei mir möglicherweise echt schief. Ich habe aber keine Ahnung, was das sein könnte.

    Was meiner Ansicht nach wirklich verbesserungswürdig ist, wären die Emails nach dem Kauf. Der Kunde erhält eine E-Mail mit dem Link zu ordercontrol. Kunden klicken nicht gerne auf Links (mache ich auch nicht gerne). Wenn die dann noch ordercontrol heißen, gehen bei vielen die Alarmglocken an. Dann erhält die Kontodaten auch nicht direkt, sondern man muss noch einen weitere Klick machen. Daran scheitern sehr viele Leute. Ich habe sicherlich schon 1000e Mails (keine Übertreibung) beantwortet von Kunden, die diesen Zusatzlink nicht finden.


    Das alles ist suboptimal gelöst. Besser wäre es, wenn es nur eine E-Mail gibt mit allen Infos zur Bestellung mit Kontodaten ohne weitere Links. Viele Kunden sind einfach nicht sehr computeraffin und geben dann schnell auf und warten erst mal ab, was passiert. Je einfacher alles gestaltet ist, desto besser.


    Auch auf Zahlungserinnerungen reagieren viele nicht. Später stellt sich dann heraus, dass die E-mail im DSpamordner landete. Viele Kunden schauen nie in den Spamordner. Sie denken, wer mir was als Spam sendet, ist unseriös. Sie wissen nicht, dass dahinter nur ein Algorithmus steht, der auch kontrolliert werden muss und auch Spammails wichtige Infos enthalten können. Diese Leute reagieren dann auf einen Mahnbrief. Die Nichtzahlerquote liegt bei mir bei 0,5 %, was auch von Kollegen bestätigt wird. Problematisch sind unflätige Kunden, die den Fehler nur beim Händler suchen und ausfallend werden. Und ein paar wirkliche Kummerkunden, die in Betrugsabsicht kaufen und mehrere Bestellungen in kurzer Zeit tätigen.